Definition von KI an Schulen
Künstliche Intelligenz, kurz KI, bezeichnet Software, die aus großen Datenmengen Muster lernt und auf dieser Grundlage etwa Texte erzeugt oder Vorschläge macht. An Schulen begegnet sie vor allem in zwei Formen:
- Sprachmodelle verarbeiten und formulieren Texte, etwa für Arbeitsblätter oder Antworten im Gespräch.
- Adaptive Lernprogramme passen Übungen an den Lernstand eines Schülers an.
Einsatzfelder im Schulalltag
Schulen setzen KI in diesen Bereichen ein:
- Unterricht vorbereiten: Lehrkräfte entwerfen Stundenabläufe und Übungsaufgaben und passen sie an ihre Klasse an.
- Üben und Wiederholen: Schüler bekommen Hinweise, wenn sie bei einer Aufgabe nicht weiterkommen, und wiederholen Themen in Abständen.
- Sprache und Teilhabe: Abschriften und Übersetzungen helfen Schülern, die Deutsch noch lernen, dem Unterricht zu folgen.
- Verwaltung: Schulleitung und Sekretariat planen Stundenpläne und Vertretungen mit KI und entwerfen Schreiben an Eltern.
Chancen und Grenzen
KI lohnt sich vor allem bei Routinearbeit, etwa bei einem ersten Entwurf, den eine Lehrkraft anschließend überarbeitet.
Sprachmodelle formulieren falsche Angaben genauso flüssig wie richtige. Fachliche Inhalte, Bewertungen und Aussagen über Personen sollte deshalb immer eine Lehrkraft oder eine andere zuständige Person prüfen.
Bei frei verfügbaren Chat-Diensten ist oft unklar, wo Eingaben verarbeitet werden und ob der Anbieter sie zum Training seiner Modelle nutzt. Personenbezogene Daten von Schülern gehören nicht in solche Dienste.
Bei Hausaufgaben und Prüfungen stellt sich außerdem die Frage, welche Leistung vom Schüler selbst stammt.
Rechtlicher Rahmen
Verarbeitet ein KI-System personenbezogene Daten, gilt die Datenschutz-Grundverordnung. Die Schule braucht dafür eine Rechtsgrundlage und muss die Betroffenen informieren. Wenn der Anbieter die Daten in ihrem Auftrag verarbeitet, schließt sie mit ihm einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung.
Die KI-Verordnung der EU ordnet KI-Systeme nach ihrem Risiko ein. In Bildungseinrichtungen verbietet sie Systeme, die Emotionen erkennen sollen, außer aus medizinischen Gründen oder zur Sicherheit.
Als hochriskant gelten unter anderem Systeme, die über die Zulassung zu Bildungseinrichtungen entscheiden, Lernergebnisse bewerten oder bei Prüfungen unerlaubtes Verhalten erkennen sollen. Für sie sieht die Verordnung strenge Anforderungen vor, etwa an Dokumentation und menschliche Aufsicht.
Dazu kommen die Schulgesetze der Länder und ihre Handreichungen zum Einsatz von KI. Über Noten, Zeugnisse und Versetzungen entscheiden Lehrkräfte und Konferenzen. Die Hinweise in diesem Artikel sind keine Rechtsberatung.
Mehr über Datenschutz und Sicherheit bei OhayoSchool
KI an Ihrer Schule einführen
Legen Sie fest, bei welchen Aufgaben KI Ihr Kollegium und die Verwaltung unterstützen soll.
Fragen Sie, wo die Daten verarbeitet werden und wer darauf zugreift. Klären Sie auch, ob Anfragen an externe KI-Anbieter gehen.
Halten Sie fest, wofür Lehrkräfte und Schüler KI nutzen dürfen und wie Schüler ihren Einsatz kennzeichnen.
Zeigen Sie an Beispielen aus dem eigenen Fach, wie die Arbeit mit KI aussieht und wo ihre Grenzen liegen.
KI bei OhayoSchool
Im Ohayo-Terminal fragen Sie OhayoSchool im Gespräch nach Stundenplänen, Vertretungen oder dem Klassenbuch, und Schüler lernen dort im Gespräch. In allen acht Funktionsbereichen arbeiten Assistenten für einzelne Aufgaben, vom Planungs-Assistenten für den Stundenplan bis zum Zeugnis-Assistenten.
Bevor OhayoSchool im Gespräch etwas ändert, bestätigen Sie die Änderung, und das Protokoll hält sie fest. Gelesen wird nur, was Ihre Rolle sehen darf.
Die Sprachmodelle betreibt OhayoSchool auf eigenen Servern in Deutschland, ohne Anfragen an externe KI-Anbieter. Bei Gruppenvorschlägen für den Unterricht erreichen die Namen der Schüler das Sprachmodell nicht, denn OhayoSchool übergibt ihm nur anonymisierte Kennungen.
Häufige Fragen
Erkennt Software zuverlässig, ob ein Schüler einen Text mit KI geschrieben hat?
Nein. Programme, die KI-Texte erkennen sollen, halten immer wieder auch selbst geschriebene Texte für KI-Texte. Einen Verdacht klären Lehrkräfte besser im Gespräch mit dem Schüler über seinen Text.
Gibt es Fortbildungen zur KI von OhayoSchool?
Ja. Die Ohayo Academy bietet Fortbildungen wie „Gezielt fördern mit Lerndaten“ und „Zeit für Pädagogik schaffen“ an, remote oder bei Ihnen vor Ort. Wie eine einzelne Funktion geht, erklärt OhayoSchool selbst im Ohayo-Terminal. Zur Ohayo Academy
Was kosten die KI-Funktionen von OhayoSchool?
Die KI-Funktionen von OhayoSchool sind in beiden Paketen enthalten, Verwaltung und Intelligenzinfrastruktur. Konten für Lehrkräfte, Sekretariat und Schulleitung kosten nichts extra. Zu den Preisen
